Der gemeinnützige Verein „Unsere neuen Zeiten“ e.V. mit Sitz in Stuttgart erweitert seine Arbeit um ein neues, zukunftsweisendes Themenfeld: Schach als Instrument der kulturellen Begegnung, der Völkerverständigung und der internationalen Zusammenarbeit. Damit knüpft der Verein an seine langjährige Erfahrung in der Organisation internationaler Kulturprojekte an und öffnet ein neues Kapitel – mit Aktivitäten, die hier in Baden-Württemberg und Bayern beginnen und von hier aus in die Welt wirken.
Warum Schach?
Schach ist mehr als ein Spiel. Es ist eine Sprache, die keine Übersetzung braucht – und die seit Jahrhunderten Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und sozialer Schicht miteinander verbindet. In einer Zeit, in der kulturelle und politische Gräben oft tiefer erscheinen denn je, bietet Schach eine einfache, aber wirksame Möglichkeit der Begegnung: Am Brett sitzen zwei Menschen, die sich vielleicht nicht verstehen würden – und doch miteinander spielen, denken, lachen. Der Verein „Unsere neuen Zeiten“ möchte diese Kraft nutzen und in Deutschland Räume schaffen, in denen Schach als Brücke zwischen Kulturen erlebbar wird.
Was konkret in Deutschland geplant ist
Der Verein plant für 2026/2027 mehrere Aktivitäten auf lokaler und regionaler Ebene, die bewusst niedrigschwellig, inklusiv und begegnungsorientiert angelegt sind:
Schachcafés und offene Spieltreffs in Stuttgart und Umgebung, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen – Deutsche, Migranten, Geflüchtete, Studierende, Senioren. Diese Treffen sollen regelmäßig stattfinden und einen geschützten Raum bieten, in dem Begegnung ohne Leistungsdruck möglich ist.
Kooperationen mit deutschen Schachvereinen, insbesondere mit dem Schachclub Brombach 1949 e.V. und weiteren Vereinen in Baden-Württemberg und Bayern. Gemeinsame Trainings, Freundschaftsspiele und Turniere sollen den Austausch zwischen Vereinen fördern und neue Mitglieder gewinnen.
Schulprojekte: In Zusammenarbeit mit Schulen in Stuttgart und der Region sollen Schach-AGs gefördert werden, die Kindern und Jugendlichen spielerisch Konzentration, strategisches Denken und Fairness vermitteln. Schach ist nachweislich ein pädagogisches Werkzeug, das logisches Denken und soziale Kompetenz stärkt.
Vorträge und Gesprächsabende über die kulturelle Bedeutung des Schachspiels in verschiedenen Ländern – von der Mongolei über Zentralasien bis nach Lateinamerika. Diese Veranstaltungen sollen Wissen vermitteln und Neugier auf andere Kulturen wecken.
Vorbereitung eines internationalen Schachprojekts, das 2027 in Paraguay stattfinden soll – mit Deutschland als einem der europäischen Partnerländer. Die Aktivitäten in Deutschland sind der erste Schritt auf einem Weg, der über Europa nach Asien und Lateinamerika führen soll.
Die Verbindung zu Österreich: Eine reiche Schachtradition
Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Nachbarn Austria.
Denn Österreich – und insbesondere Wien – blickt auf eine jahrhundertealte Schachgeschichte zurück, die bis heute nachwirkt.
Bereits seit dem Ende des 12. Jahrhunderts ist Schach in Wien belegt. Die Stadt entwickelte sich in der Donaumonarchie zu einem Zentrum des europäischen Schachs. Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Wiener Kaffeehäuser der Dreh- und Angelpunkt der besten Spieler aus ganz Europa. Im Café Central verkehrten nicht nur Literaten und Künstler wie Arthur Schnitzler, Arnold Schönberg und Sigmund Freud – auch Leo Trotzki galt dort als besonders guter Schachspieler.
Wilhelm Steinitz, der erste Schachweltmeister der Geschichte (1886), wirkte lange in Wien und entwickelte dort die Grundlagen des heutigen Schachs.
Die Wiener Schachschule mit ihrem bedeutendsten Vertreter Carl Schlechter prägte das internationale Schach bis zum Ersten Weltkrieg.
Der Österreichische Schachbund (ÖSB) wurde 1920 im Hotel Palace in Wien gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 wiedergegründet.
Heute umfasst er rund 300 Vereine mit etwa 8.000 aktiven Spielerinnen und Spielern.
Diese reiche Tradition macht Österreich zu einem idealen Partner für gemeinsame Projekte – und zu einem symbolischen Bindeglied zwischen den europäischen Schachtraditionen und den Partnern in Asien und Lateinamerika.
Die internationale Perspektive
Die Aktivitäten in Deutschland und Österreich sind Teil eines größeren Projekts: Unter dem Arbeitstitel „Schachdiplomatie entlang der Seidenstraße“ soll ein internationales Schachnetzwerk entstehen, das die Mongolei als historisches Zentrum Eurasiens mit Lateinamerika – insbesondere Paraguay – verbindet.
Deutschland und Österreich spielen dabei eine doppelte Rolle:
als europäischer Standort für Begegnungen,
Seminare und Vorbereitungstreffen,
als Brücke zwischen den europäischen Schachtraditionen und den Partnern in Asien und Lateinamerika.
Ein Verein mit Erfahrung
„Unsere neuen Zeiten“ e.V. wurde 2004 in Stuttgart gegründet und ist seitdem im Bereich der kulturellen und gesellschaftlichen Begegnung tätig.
Der Verein organisiert Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und internationale Kulturprojekte.
Mit dem neuen Schwerpunkt Schach als Brücke zwischen Kulturen setzt der Verein seine Arbeit auf einem Feld fort,
das niedrigschwellig, inklusiv und international ist.
Was der Verein dafür braucht
Für die Umsetzung dieser Projekte sucht der Verein:
Partnervereine in Deutschland und Österreich, die an gemeinsamen Aktivitäten interessiert sind
Schulen und Bildungseinrichtungen, die Schach-AGs einrichten oder unterstützen möchten
Förderer und Sponsoren, die die Arbeit des Vereins ideell oder materiell begleiten
Ehrenamtliche, die Freude am Schach haben und andere dafür begeistern möchten
Kontakt und Mitwirkung
Interessierte Vereine, Schulen, Förderer und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen,
sich zu melden und das Projekt mitzugestalten.
Unsere neuen Zeiten e.V.
Vorstand
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Stuttgart, BW
Deutschland
