17.11.2018

Interview mit Frau Dr. Susanne Dieterich

Jetzt sind meiner Fragen zur Interview mit Ihnen, die ich momentan zusammensetzen in Stuttgart, 17. November`18 kann:

Für meinen Mitbürger würde ich gern Sie fragen: „Wie Sie zum Thema "Romanow-Familie in Württemberg - Baden - Stuttgart" gekommen sind?“

Zum Thema Russland- Württemberg bin ich gekommen, weil ich Slawistik und osteuropäische Geschichte studiert habe und später Stadt- und Museumsführungen gemacht habe, wo es um die württembergische Geschichte ging. Und da tauchen oft russische Bezugspunkte auf.

Es wäre sehr wichtig, wenn Sie über Ihrer Bücher für das Thema "Das die Zaren-Familie in Baden-Württemberg" kurz nennen können.

Zu meinen Tätigkeiten finden Sie das Wichtigste auf meiner Webseite unter die Dr. Susanne Dieterich: susanne-dieterich.de - Dort sind auch die Titel der Bücher genannt unter "Veröffentlichungen". Für Sie daraus interessant "Württemberg und Russland- Geschichte einer Beziehung." DRW- Verlag und "Württembergische Landesgeschichte für neugierige Leute" Silberburg- Verlag November 2018.

Zum Film „Das Jahr ohne Sommer“ (Stuttgart, SWR) finde ich es wäre uns sehr wichtig zu sagen, dass diese echte und bis September 2018 unbekannte Geschichte hat besondere Entwicklung mit Ihrer Fachkenntnisse und Ihrem Kompetenz für Ihren Landsleute in Stuttgart - Baden-Württemberg – Umkreis so deutlich erklärt wurde.

Wir waren ein gutes Team von Fachleuten für die wissenschaftliche Beratung des Films:

Dr. Albrecht Ernst vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Frau Dr. Küster- Heise, Kuratorin im Landesmuseum Württemberg und Dr. Weiss, Leiter des Landwirtschaftlichen Museums Hohenheim

Wie wir mit alten Aussagen erfahren haben, dass "Wer kennt seiner Geschichte, der weißt über seiner Zukunft". Bei dieser Stelle würde ich mich gern von Ihnen mit der Geschichte von Katharina Königin von Württemberg, die geborener Russischen Großfürstin Catharina Pawlowna über diesen tiefe Beziehungen mit dem Land Württemberg und weiter - nach Olga-Zeit erzählen zu können.

Wer seine Vergangenheit kennt, weiß zwar nicht unbedingt seine Zukunft, aber es hilft uns besser unsere Gegenwart zu verstehen und auf die gegenwärtigen Herausforderungen zu reagieren, wenn wir wissen, wie unsere Vorfahren in ähnlichen Situationen gehandelt haben, richtig oder ob sie Fehler machten, die wir heute vermeiden können.

Wie viele Möglichkeiten hat dieser Geschichte mit Katharina Pawlowna (1788 - 1819) für Stuttgart in Baden-Württemberg gegründet?

Wenn man weiß, wieviel Gutes Königin Katharina geleistet hat, Institutionen gegründet, die heute noch bestehen: das Katharinenhospital, die erste Mädchengymnasium im Land, Katharinenstift, die erste Sparkasse, Vorläufer der heutigen LBBW, den Landeswohlfahrtsverband, aber auch den modernen Gedanken "Hilfe zur Selbsthilfe" und dass jeder Mensch ein Recht auf Arbeit hat, dann kann man sich nur in Respekt verneigen und versuchen, weiter im Sinne dieser großartigen Frau zu handeln.

Wie finden Sie diese Version - Gedanken des Todes von Catharina Pawlowna in diesem Film nach?  

Zum frühen Tod Katharinas gibt es viele Spekulationen. Die Tatsache ist, dass sie nach 4 Schwangerschaften/ Geburten und gerade wieder in anderen Umständen, nach dem Schicksalsschlag und der Trauer um ihren geliebten ersten Mann Prinz Georg von Oldenburg 1812 immungeschwächt war. Eine Erkältung mit Gesichtsrose bewirkte eine Sepsis, die damals ohne Antibiotika oder Penicilin noch nicht zu bekämpfen war, womöglich eine Lungenentzündung, führte dann zum schnellen Tod der erst 30-jährigen Königin. "Die Liebe höret nimmer auf" über dem von König Wilhelm für sie errichteten Mausoleum auf dem Württemberg mag für den König stimmen, auch wenn er ihr untreu war. Mätressen hatten zur damaligen Zeit fast alle Herrscher, auch wenn sie ihre Ehefrau liebten. König Wilhelm hat sie bestimmt geliebt, sie war ihm eine kluge, ja kongeniale Ehefrau, und schön war sie auch. Er schätzte ihre Intelligenz und ihren Charme. Deshalb kann ich das Filmende gutheißen, auch wenn ihre eilige Ausfahrt in der kalten Nacht nicht historisch verbürgt ist.

Welche Perspektiven finden Sie mit diesem Hintergrund dieses Filmen "Das Jahr ohne Sommer" für unseren Kulturellen- und Historischen Beziehungen, die wir im Rahmen unseren Vereinsprojekten hier in Baden-Württemberg - Stuttgart nach Sankt-Petersburg und umgekehrt bringen können?